Frankreich

Susanne ist unsere Kontaktperson nach Frankreich und schreibt dazu folgende Zeilen:
Im Mittelalter war die Gegend um Albi, Südfrankreich, sehr reich geworden durch die Gewinnung und Verarbeitung des blauen Farbstoffs ("pastel") aus dem Färberwaid. Dieses Handwerk erlebt zur Zeit eine Rennaisance, und daher war das Thema eines Wettbewerbs mit Ausstellung im Januar 2002 "le bleu en pays de cocagne".
Als frankophile Quilterin beteiligte ich mich natürlich. Im ersten Briefkontakt wurde mir sofort kostenlose Privatunterkunft bei einer Quilterin zugesagt, und so "landete" ich bei Cécile Milhau, die selbst eine Gruppe ("atelier") leitet. Sie nennen sich "la courte pointe" - das ist ein alter Ausdruck für quilten, steppen, Quiltarbeit. Man sagt zwar auch "quilter", vor allem aber geläufig ist "matelasser" (ein Wort, das verwandt ist mit "Matratze"!) Zum monatlichen Treffen nehmen die Mitglieder teilweise Fahrzeiten von über einer Stunde in Kauf!

Außerdem ist Cécile Abgeordnete ihres Departements für die französische Patchworkgilde. Während meines Aufenthalts wurden wir gute Freundinnen und stehen ständig in Kontakt.
Die Französinnen sind sehr fleißige, genaue und ehrgeizige Quilterinnen. Sie lieben feine, reiche Handapplikationen und Stickereien. Die berühmten boutis werden in der Gruppe la courte pointe nicht gemacht.
Bei unserer Ausstellung 2003 in Stadtbergen stellte uns die Gruppe einige Arbeiten für den Bereich "Freunde" zur Verfügung.
Im Übrigen kann ich die touristisch relativ unbekannte Gegend "Tarn" (nordöstlich von Toulouse) nur empfehlen: eine Reise wert!
Wer (auf französisch) Kontakt mit Cécile aufnehmen möchte:
cecile.milhau@free.fr
(Sie hat auch Quilts im Netz!)